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Impromptu

Wer baut den besten Roboter?

Bis uns ein Droide wie C-3PO aus Star Wars morgens fragt, ob wir gut geschlafen haben und uns den Kaffee serviert, wird es wohl noch eine Weile dauern. Dennoch sind Roboter längst allgegenwärtig: Sie bauen in Fabriken Autos zusammen, helfen in Krankenhäusern bei komplizierten Operationen, entschärfen Minen, checken die Kanalisation oder spielen sogar Fußball gegeneinander.

Roboter zu bauen und für ihre Aufgaben zu programmieren ist ein Job für hochqualifizierte Spezialisten. Auf dem besten Weg dorthin sind hochbegabte Schüler, die am Hector-Seminar Robotik-Kurse belegen. In den ersten drei Hector-Jahren wird konsequent auf den großen Robotik-Wettbewerb hingearbeitet; er zeigt als sehr gutes Beispiel die vielen unterschiedlichen Facetten von Forschung, Problemlösung und Teamarbeit.

Sechstklässler im ersten Hector-Jahr lernen das Programmieren mit Java. Im zweiten Kursjahr bauen die Hector-Schüler Roboter von LEGO Mindstorms, die Steigungen erklimmen können oder einem vorgegebenen Parcours folgen. Dann gilt es, die Roboter so zu programmieren, dass sie etwa zwischen zwei Tischkanten pendeln oder einer schwarzen Linie folgen.

Wie immer in der 8. Klasse fand auch in diesem Jahr als Höhepunkt der große Robotik-Wettbewerb statt. Am 28. März zeigte sich am Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, welcher Hector-Standort, Karlsruhe, Heidelberg oder Mannheim, die Wettbewerbs-Aufgaben am besten gelöst hat.

Die Roboter schienen am Wettbewerbstag so aufgeregt zu sein wie die Schüler. Unter den veränderten Bedingungen und der Spannung in der Luft des Auditoriums des Technikmuseum finden sie plötzlich am Wettbewerbstag den lange eingeübten Weg zu den Fässern nicht mehr, die sie einsammeln sollen, fahren im Labyrinth gegen die Wand oder fallen ganz auseinander.

Den besten Labyrinth-Roboter bauten die Mannheimer, aber alle drei anderen Wettbewerbsteile konnten die Heidelberger souverän für sich entscheiden und den Pokal des diesjährigen Robotik-Wettbewerbs nach Hause bringen.

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Jeder der drei Standorte hatte zehn Doppelstunden Zeit, um sich vier anspruchsvollen Herausforderungen zu widmen: Der erste Roboter muss einen Weg durch ein zuvor unbekanntes Labyrinth finden, danach legt der zweite eine selbst gestaltete Strecke möglichst „schön“ und kreativ zurück, der dritte lädt vier kleine Fässer von einer Wippe auf und transportiert sie. Die vierte Aufgabe lösen zwei Roboter, die möglichst schnell einen bestimmten Parcours abfahren und sich dabei gegenseitig starten.

Die Aufgaben waren umfangreich und schwierig; daher mussten sich die Schüler in Gruppen organisieren. Jede Gruppe hatte Spezialisten, die entweder den Roboter bauen, für das Material verantwortlich sind oder programmieren. Ein Gruppensprecher übernimmt die Koordination und hält mit den anderen Gruppen den Kontakt.

Der Wettbewerb bietet jedes Jahr eine große Chance für die Hectorianer, ihre zum Teil sehr unterschiedlichen Interessen für ein gemeinsames Projekt zu nutzen. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass eine gut funktionierende Projektgruppe mehr ist als die Summe ihrer Mitglieder.

Wer sich auch nach dem Wettbewerb weiterhin der Robotik widmen möchte, kann in weiterführenden Projekten komplexe Roboter bauen. Momentan bietet das Hector-Seminar für die 9./10. Klasse das Projekt „Bau und Programmierung von Rescue-Robotern“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mannheim an.

Was ist das Hector-Seminar?

Das Hector-Seminar fördert hochbegabte Schüler und führt sie an die reale Welt der Forschung. Hierzu gibt es eine Reihe von Kooperationen mit unterschiedlichen Instituten, Firmen und Forschungseinrichtungen.

Das Hector-Seminar erweitert die methodischen und fachlichen Kenntnisse und ermöglicht den Austausch mit anderen Hochbegabten. Die geförderten Schüler nehmen am wöchentlichen Enrichment-Programm an drei Standorten in Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim teil. Sie bleiben dabei in ihrem normalen sozialen und schulischen Umfeld.

Jedes Jahr werden von Lehrern rund 900 geeignete Schüler vorgeschlagen. Nach umfangreichen Tests kommen für jeden der momentan drei Standorte 20 Schüler in die Förderung, also pro Jahrgang insgesamt 60.