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Kunsthalle Mannheim

Die Kunsthalle Mannheim ist eine der ersten renommierten Bürgersammlungen der Moderne. Mit Spitzenwerken von Edouard Manet bis Thomas Hirschhorn, einem herausragenden Skulpturenschwerpunkt und richtungsweisenden Ausstellungen gilt sie als ein Leuchtturm der deutschen Museumswelt. Hier wurde 1925 der Epochenbegriff Neue Sachlichkeit geprägt. Hier fand 1962 der Erstauftritt von Francis Bacon auf dem Kontinent statt. Hier verbindet heute ein vielschichtiges Programm wissenschaftlich fundierte Ausstellungen zur Moderne mit der Präsentation von Tendenzen der Gegenwartskunst. Dies ermöglicht den Besuchern den Zugang zu einer großen Bandbreite der Beschäftigung mit Bildender Kunst. Getragen vom kulturellen Selbstbewusstsein einer aktiven Großstadt und der mäzenatischen Verbundenheit ihrer Bürgerschaft, lockt und begeistert das Museum ein differenziertes Publikum durch intelligente Ausstellungsideen, innovative Präsentationskonzepte und vielseitige Vermittlungsangebote. Ein maßgeschneiderter Neubau, der den technischen und räumlichen Anforderungen eines Museums des 21. Jahrhunderts entspricht, entsteht bis 2017. Er ist möglich durch die 50-Millionen-Euro-Spende von Dr. h.c. Hans-Werner und Josephine Hector.

Seit 2007 unterstützt eine 10jährige Dauerförderung der H.W.&J. Hector Stiftung das Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm der Kunsthalle. Dies ermöglicht große Sonderausstellung im klassisch modernen Bereich und in der zeitgenössischen Kunst: 2012 begeisterte die Ausstellung „Augapfelmassage“ von Pipilotti Rist gut 32.000 Besucher, 2013 waren es in der Ausstellung „Dix/Beckmann. Mythos Welt“ gut 76.000. Im selben Jahr konnte die Erfassung und Ausstellung des Skulpturenbestandes der Kunsthalle unter dem Titel „Nur Skulptur“ realisiert werden. Die mit Leihgaben aus aller Welt ausgestattete Ausstellung „Manet Cézanne van Gogh“ 2014 wird ebenfalls von der H.W.&J. Hector Stiftung unterstützt.

Das Arbeitsfeld „Kunstvermittlung“ steht im Zentrum der Museumsstrategie. Kulturelle Bildung ist ein entscheidender Zukunftsfaktor. Die Kunsthalle Mannheim beruft sich auf eine große Tradition der Bildungsarbeit mit sozialen Aspekten: „Kunsthalle für alle“ war ein Gründungsmotto des Museums. Kunstvermittlung ermöglicht breiten Bevölkerungsschichten Teilhabe an Kultur und Medienkompetenz. Soziale Integration und die Entwicklung gemeinsamer Grundwerte sind Facetten des Dialogs zwischen verschiedenen sozialen und kulturellen Milieus. Kunst regt Denkprozesse an, setzt Kreativität frei, sorgt für Horizonterweiterung und bereichert unsere Sicht auf die Welt.

Die H.W.& J. Hector Stiftung stellte 2009 50.000 Euro zum Aufbau eines speziellen Angebots für Jugendliche zur Verfügung: Unter Einsatz verschiedener Medien wie Video, Trickfilm oder Fotoreportage setzen sich junge Menschen mit Kunst in Bezug, jeweils in Verbindung mit dem Ausstellungsangebot der Kunsthalle Mannheim.


1997 wurde zum ersten Mal der hectorpreis als Förderpreis für junge Kunst in Deutschland vergeben. Die Auszeichnung fördert seither in dreijährigem Rhythmus herausragende junge KünstlerInnen, die im dreidimensionalen Bereich der Bildhauerei, Objektkunst und Rauminstallation arbeiten. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, darüber hinaus finanziert die Stiftung jeweils eine Ausstellung des Preisträgers/der Preisträgerin in der Kunsthalle. Eine internationale Jury sorgt für die Anbindung des Preises an einen breiten Diskurs.