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Medizinische Forschung

Kampf gegen schwere Krankheiten

Da für die medizinische Forschung in Deutschland an Universitäten und Forschungsinstituten die öffentlichen Mittel oft nicht ausreichen, sehen die Hector Stiftungen eine ihrer Aufgaben darin, Gelder für die Erforschung schwerer Krankheiten zur Verfügung zu stellen.

Dabei liegt der Fokus auf den Gebieten der Onkologie und HIV-Forschung. Doch auch Demenz und andere Erkrankungen, die durch die Überalterung der Gesellschaft stetig ansteigen, sollen erforscht und Lösungsansätze zur Vorbeugung und Behandlung gefunden werden.

Das Ziel der Hector Stiftungen ist, durch die Erschließung von therapeutischem Wissen sowie durch die Förderung entsprechender Projekte den bereits Betroffenen zu einem besseren Leben zu verhelfen und den Transfer von Projektergebnissen in die Öffentlichkeit und in andere Regionen zu fördern.

Gründung neuer Institute

Für zwei besondere Bereiche der medizinischen Forschung haben die Hector Stiftungen zwei Institute mit gegründet: Mit dem Hector Institut für Ernährungsmedizin wurde eine wichtige Institution geschaffen, die die Zusammenhänge zwischen Ernährung und der Entstehung schwerer Krankheiten erforscht.

Das Hector Institute for Translational Brain Research untersucht mithilfe von Stammzellen-Transformationen, inwieweit über Forschung an den Neuronen neue Medikamente für die Behandlung von Krebs entwickelt werden können.

 

Ausschreibungen

Für die Fachgebiete Krebs und Aids

Für die Fachgebiete Krebs und Aids werden jährlich im Wechsel Projektförderungen und Forschungspreise zu definierten Themenstellungen ausgeschrieben. Die Ausschreibungen werden jeweils in der ersten Jahreshälfte im Deutschen Ärzteblatt (Rubrik Varia) und für die HIV-Forschung zusätzlich in der Zeitschrift "Infektionsepidemiologische Forschung" des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht. Da die Absicht besteht, ausgewählte Themenstellungen zu unterstützen, ist eine "freie" Antragstellung nicht vorgesehen. Wir bitten deshalb, auf die erwähnten Veröffentlichungen zu achten und nur Projektanträge zu den entsprechenden Themenstellungen einzureichen. Formal sollten die Anträge den jeweils aktuellen Bedingungen von DFG-Anträgen für Personal- und Sachmittelförderungen entsprechen, spezielle Bedingungen zu den jeweiligen Themenstellungen werden in der ausführlichen Version der Ausschreibung festgelegt, die ebenfalls unter der angegebenen Korrespondenzadresse angefordert werden kann. Die Anträge werden von unabhängigen Gutachtern geprüft und im Kuratorium beschlossen.

Das Fördervolumen beträgt bei Projektförderungen zwischen 50.000 und 300.000 EUR über eine Laufzeit von drei Jahren. Bei den Forschungspreisen beträgt die Dotation 20.000 EUR.

Die Stiftung erwartet jeweils zur Hälfte der Förderungsdauer einen Zwischenbericht über den Verlauf des Projektes und die bisher erreichten wissenschaftlichen Ergebnisse, von dem die Fortsetzung der Förderung abhängig gemacht wird. Nach Beendigung des Projekts wird ein Abschlussbericht erstellt, der die Ergebnisse und Publikationen enthalten soll. Für besonders erfolgreich verlaufende Projekte kann auch außerhalb der zweijährlichen Ausschreibungen eine Anschlussförderung beantragt werden.